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Die Woche geht zu Ende, und, so uns die Natur gewogen bleibt, gibt es ab Sonntag bestes Eiswetter, sprich, es wird schön und warm!

Als kleine Einstimmung und vielleicht auch Inspiration haben wir daher heute ein kleines Eisinterview für Euch, diesmal mit Susanna. Die, wenn sie nicht gerade ihrer Genussleidenschaft nachgeht, an ihrem Elternblog Babyplausch schreibt, auf dem man Beiträge zum Thema Eis findet, wie z.B. ihren Artikel über die Jungs von Woop Woop Icecream.

Foto: Susanna G.

Foto: Susanna G.

Wo kann man Deiner Meinung nach das beste Eis Berlins essen und was ist das besondere dort?

Ich bin ein großer Fan von Tanne B. am Lausitzer Platz. Als ich vor ein paar Jahren in der Gegend gearbeitet habe, war ich fast täglich dort, um mir ein Eis zu kaufen, auch im Winter. Das Angebot ist überschaubar und wechselt täglich. Neben abgefahrenen Sorten wie Spargeleis oder Schoko-Chilli gibt es natürlich viele Klassiker und meine absolute Lieblingssorte Pflaume-Zimt. Das Eis hat die perfekte Cremigkeit, ist dabei nicht zu sahnig und auch nicht zu süß. Die Fruchtsorten schmecken auch tatsächlich nach Mango oder Erdbeere. Einfach top! Besonders gefällt mir hier auch die ungezwungene Atmosphäre: (draußen) an den Tischen sitzt Jung neben Alt, der Öko neben der Modepüppi und zwischendrin toben die Kinder umher. Ich mag das sehr.

Du schreibst ja einen Familienblog, wie sieht es bei Euch aus, wer mag welche Eissorten am liebsten?

Während wir Erwachsenen sehr probierfreudig sind und gerne mal eine neue Sorte testen, ist unser Sohn eher auf Schoko, Vanille oder Erdbeere fixiert. Wobei er natürlich auch schon Mango oder Cookies testen durfte. Aber am Ende kehrt er immer wieder zu diesen dreien zurück. Wenn man ihn nach seine Lieblingssorte fragt, dann sagt er immer: Vanille, und Schoko, und Erdbeere – aber immer in anderer Reihenfolge 😉

Worauf achtest Du bei Eis für den Nachwuchs bzw. was macht ein kinderfreundliches Eis aus?

Mein Sohn ist zweieinhalb und bekommt mittlerweile seine eigene Eiskugel. Eine. Im vergangenen Jahr durfte er bei uns mitnaschen. Mit dem Zucker ist das ja so eine Sache, ich gehöre da eher zur zögerlichen Fraktion und bin der Ansicht, je weniger und später desto besser. Da wir selber das quietschsüße Eis nicht mögen, holen wir es automatisch auch nicht für den Nachwuchs. Ganz praktisch und kindgerecht finde ich die Milch Minis von Langnese. Wenn wir unterwegs sind, hole ich das kleine Stangeneis ab und an im Supermarkt. Das ist genau die Eis-Menge, die ich für angemessen halte. Wenn wir unser Eis an einer Eisdiele holen, dann bestelle ich keine extra Zuckerstreusel oder Smarties, auch wenn die anderen Kids das bekommen und Junior sich jedes mal fast den Hals danach verdreht. Wenn wir in Restaurants sind und einen Kindereisbecher bestellen, weise ich den Kellner darauf hin, doch bitte nur Eis ohne diesen ganzen Schnickschnack zu bringen. So ein Smarties-Gesicht mag ja lustig aussehen, aber die Farbstoffe darin sind mir einfach zuwider.

Und was geht für Dich persönlich bei Eis gar nicht?

Ich mag diese überladenen Auslagen mit Eisbergen und allen möglichen Soßen überhaupt nicht. Eine Bekannte meinte neulich zu mir, dass die das total anmache. Mich törnt das eher ab. Irgendwie erinnert es mich an Völlerei und damit hat Eisessen meiner Meinung nach nichts zu tun. Viel eher mit Genuss, den man sich ab und an mal gönnt. Jetzt im Sommer natürlich öfter. Ansonsten bin ich, was die Sorten angeht, offen für vieles, nicht für alles, aber für vieles. Eis mit Biergeschmack würde ich eher nicht probieren wollen, auch an das Spargeleis bei Tanne B. habe ich mich noch nicht herangewagt.

Wie esst Ihr Euer Eis am liebsten? Im Becher, in der Waffel mit oder ohne Sahne, Toppings, Streusel?

Am besten pur und ohne großes Chichi. Als Kind mochte ich Waffeln sehr, heute esse ich am liebsten aus dem Becher. Auch mein Sohn isst sein Eis so. Ich bin keine von den Müttern, die immer und überall ein Feuchttuch aus dem Ärmel zaubern können. Und solange er das mit dem Lecken noch nicht raushat, bleibt eben der Becher. Das ist für alle stressfreier.
Ab und an gönne ich mir auch mal einen Eisbecher, dann natürlich mit vielen Früchten. Am liebsten Erdbeeren und im Winter gerne auch mit heißen Himbeeren – eine tolle Kombination zu Vanilleeis. Frozen Yoghurt mag ich auch sehr gerne und dann natürlich auch mit Topping. Allerdings habe ich mich ertappt, dass ich da meist zu Erdbeeren und Schokosauce greife.

Wo hast Du das allerbeste Eis Deines Lebens gegessen?

Das Eis meiner Kindheit habe ich bis dato nicht wieder gefunden. Ich komme aus einer Kleinstadt im Osten. Dort gab es eine Konditorei, in der das Eis aus einer Softeismaschine kam. Das Erdbeer-Vanille-Eis war der Traum.

Was ist für Dich der ganz besondere Genuss am Eis?

Weil Eis ja kalt ist, kann man es nicht wie andere Süßigkeiten ganz schnell essen, sondern muss sich gezwungener Maßen Zeit nehmen. Eis-Essen hat für mich also einen entschleunigenden Charakter. Das mag ich sehr, vor allem weil auch ich im Alltag viele Mahlzeiten aus Zeitmangel einfach nur hinunter schlinge oder nebenher esse. Eisessen ist etwas, dass man bewusster tut – Slowfood eben. Und am Ende geht doch nichts über ein langes Mhhh!

Wir bedanken uns sehr bei Susanna für das tolle Interview und wünschen ihr und euch allen ein traumhaft schönes Wochenende mit leckerem Eis und lieben Menschen!

happyweekend

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